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Road Rage - Straße des Grauens

Originaltitel: A Friday Night Date
Genre: Action • Thriller
Regie: Sidney J. Furie
Hauptdarsteller: Casper van Dien • Danielle Brett
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Label: Epix Media AG
FSK 16

Road Rage - Straße des Grauens   05.06.2010 von Tobi

Die Twilight Classics Edition des Berliner Labels „Epix Media AG“ spaltet die Gemüter immer wieder. Teilweise werden wirklich sehr gute Filme veröffentlicht und manchmal eben einfach nur Schund. Mit der Startnummer 12 geht nun der Film „Road Rage – Straße des Grauens“ ins Rennen. Schauspieler Casper van Dien, bekannt aus „Starship Troopers“, gibt in diesem Action-Thriller ordentlich Vollgas.

 

Sonia ist das begehrteste Mädchen auf dem College. Ihr Freund ist Footballspieler und ebenfalls sehr beliebt. Jim dagegen ist eher unbekannt und gilt als verschlossener Einzelgänger. Eines Tages beobachtet Jim, wie Sonia mit ihrem Freund auf dem Campus in einen Streit gerät. Sie will ihn verlassen, da dieser ihr untreu war. Daraufhin wird er handgreiflich und schlägt sie. Das kann Jim natürlich nicht mit ansehen und schreitet ein. Er befreit Sonia aus dieser misslichen Lage und erklärt sich bereit sie mit seinem Auto nach Hause zu fahren.

 

Während der Heimfahrt lernen sich die beiden näher kennen und merken schnell, dass zwischen ihnen viel Sympathie ist. Als Jim für einen kurzen Moment abgelenkt ist, schneidet er aus Versehen einen schwarzen Truck, welcher daraufhin fast einen Unfall hat. Dies ist ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellen wird. Denn der Fahrer des schwarzen Trucks lässt diese Aktion nicht auf sich sitzen und verfolgt die Beiden. Es beginnt eine Jagd auf Leben und Tod und beide fragen sich, wer nur am Steuer des Trucks sitzt. Können Sie dem Wahnsinnigen entkommen?

 

„Road Rage“ ist ein eher durchschnittlicher Road-Movie, welcher leider kaum zu überzeugen weiß. Die Story präsentiert sich hier als ziemlich simpel und strotzt stellenweise vor Logiklücken. Aber die Präsentation einer genialen Geschichte war sicherlich nicht das Ziel von Regisseur Sidney J. Furie. Vielmehr sind es die Verfolgungsjagden, welche im Vordergrund stehen. Diese kommen auch ganz gut rüber, können aber mit Groß-Produktionen zu keiner Zeit mithalten. Immerhin fühlt man sich während dessen ganz gut unterhalten. Wenn da nur nicht die miesen schauspielerischen Leistungen wären.

 

Casper van Dien geht ja mal gerade so noch durch, obwohl sein blödes Grinsen und seine Föhnfrisur bereits nach 10 Minuten nerven. Was leider gar nicht geht ist die Rolle von Sonia. Diese Frau ist derart hysterisch und schreit den gesamten Film, dass man sich als Zuschauer einfach nur wünscht, dass der Truckfahrer sie endlich erwischt. Da hilft nur „Augen zu und durch“. Der Soundtrack ist in Ordnung und fällt bei so ziemlich allen Szenen kaum auf. Hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen. Der Zuschauer bekommt hier also einige gute Verfolgungsjagden präsentiert und mehr aber auch nicht. Schade eigentlich.

 

Die DVD-Veröffentlichung reiht sich prima in die bisherigen Veröffentlichungen der Twilight Classics Edition ein. Die Bildqualität ist eher durchschnittlich und technisch keineswegs auf dem neuesten Stand. Auch der Ton macht nicht viel her und ist komplett frontlastig. Die hinteren Lautsprecher werden nicht belastet. Bonusmaterial ist kaum vorhanden, denn es befinden sich lediglich ein paar Trailer auf der Scheibe. Im Menü hat der Käufer auch nicht die Möglichkeit ein Kapitel direkt auszuwählen, was ebenfalls sehr schade ist. Immerhin bekommt man ein Wendecover spendiert, welches das FSK-Logo verschwinden lässt. Positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass dieser Film  nun erstmals auf DVD erhältlich ist.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Ich finde es eigentlich sehr schade, dass Casper van Dien nach dem grandiosen „Starship Troopers“ keinen guten Film mehr abgeliefert hat. Sicherlich ist er kein Supertalent, aber irgendwie ist er extrem in die B-Movie-Schlucht abgerutscht und auch nicht mehr heraus gekommen. Wer Autoverfolgungsjagden mag kann bei „Road Rage“ sicherlich mal einen Blick riskieren, denn dann wird man nicht enttäuscht werden. Allen anderen rate ich dann doch eher von diesem Film ab, da er doch zu schlecht gemacht ist. Mit ein paar Kumpels macht es vielleicht sogar Spaß sich über die vielen Filmfehler lustig zu machen – das wäre dann wohl auch noch eine Überlegung wert. Mein Fazit ist, dass hier jede Menge Potential verschenkt wurde.


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