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Párvulos - Kinder der Apokalypse
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BEWERTUNG |
24.07.2026 von MarSDa ist es ja wieder, das wohl beständigste Subgenre des Horrorfilms: Der Zombie-Streifen. Ganz so voreilig sollte man jedoch dann doch nicht über das mexikanische Endzeitdrama Párvulos - Kinder der Apokalypse des Filmemachers Isaac Ezban urteilen...
Eine weltweite Pandemie hat weit über 80 Prozent der Menschheit in rasende Bestien verwandelt und schließlich dahingerafft. Zu den wenigen Überlebenden gehören auch Salvador (Farid Escalante Correa) und seine jüngeren Brüder Oliver (Leonardo Cervantes) und Benjamin (Mateo Ortega Casillas), die gemeinsam in einem abgeschiedenen Haus im Wald leben. Während der tägliche Kampf um Nahrungsmittel und andere Ressourcen in den Ruinen der Zivilisation immer schwerer wird und Salvador dabei verzweifelt versucht, seine Brüder vor den Gefahren dieser neuen Welt zu beschützen, hüten die drei in ihrem Keller ein dunkles Geheimnis, das jederzeit zu einer weiteren Bedrohung werden könnte...
Ein Virus, eine weltweite Pandemie und eine Gruppe von Menschen, die in einer postapokalyptischen Welt ums Überleben kämpfen. Das Rezept des mexikanischen Endzeit-Horrors Párvulos - Kinder der Apokalypse klingt zunächst einmal ganz nach einem klassischen Genrefilm, der inhaltlich nicht viel Neues zu bieten hat. Und doch gelingt es Isaac Ezban, sein Werk mit zahlreichen interessanten Zutaten zu erweitern, und seiner Erzählung damit eine durchaus frische und ansprechende Note zu verleihen. Hierbei legt sich Ezban keinerlei Ketten an, und bedient im Verlauf seiner Inszenierung die unterschiedlichsten Genres gleichzeitig, während der Blickwinkel aus der Sicht dreier Kinder sowie deren oftmals kindlich-naive Verhaltensmuster teils bemerkenswerte Perspektiven eröffnen. Coming-of-Age und Familiendrama treffen hier auf fiese Horrormomente und blutige Splattereffekte, emotionale und tragische Szenen werden durch stellenweise sehr bizarre und absurde Sequenzen kontrastiert, und die allgemein bittere, melancholische Atmosphäre steht im krassen Gegensatz zu einigen regelrecht humorvollen Passagen. Dass Párvulos - Kinder der Apokalypse bei dieser Mischung dennoch funktioniert und unerwartet fesselnd geraten ist, das hat die Erzählung vor allem den drei Jungdarstellern zu verdanken, die nicht nur erstaunlich authentisch und glaubwürdig agieren, sondern auch eine hervorragende Dynamik innerhalb ihrer familiären Beziehung liefern, was letztendlich dafür sorgt, dass man als Zuschauer jederzeit Empathie empfindet. Schade ist hierbei eigentlich nur, dass Párvulos - Kinder der Apokalypse mit satten zwei Stunden deutlich zu lang geraten ist, wodurch sich in Verbindung mit der zumeist ruhig voranschreitenden Inszenierung einige recht zähe Passagen entwickeln...
Details der Blu-ray
Das Bild der Blu-ray wird von einem sehr monochromen Look dominiert, der beinahe das Gefühl vermittelt, einen schwarz-weiß Film zu sehen. Dabei bleibt das Bild aber durchwegs scharf und detailliert, während eine feine Körnung des Stil des Films perfekt unterstreicht. Kontrastumfang und Schwarzwert bleiben dabei stets stabil und ausgewogen eingestellt. Akustisch klingt die Blu-ray dagegen leider etwas schwach, was sich nicht nur an der etwas blechernen und emotionsarmen deutschen Synchronisation bemerkbar macht, sondern auch am insgesamt eher zurückhaltenden, wenig dynamischen Sounddesign. Cover & Bilder © Lighthouse Home Entertainment - All rights reserved. Das Fazit von: MarS
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