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Froschreich
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BEWERTUNG |
23.03.2026 von 2-PL4Y3R5Jetzt mal ehrlich: Macht Tomáš Holek auch mal schlechte Spiele? Nur so zur Abwechslung? SETI, Galileo Galilei, Tea Garden – alle haben wir gespielt und für mega befunden. Im Gegensatz zu diesen Krachern ist Froschreich ein kleines Kartenspiel. Während uns Cover-Artwork, Thema oder Genre niemals gelockt hätten, hat der Autor es geschafft. Kann er auch kurzweilige Kartenspiele? Er kann! Hier verraten wir euch, warum wir Froschreich abfeiern und warum wir uns fortan jedes neue Spiel von Tomáš Holek zumindest genauer ansehen werden.
Das Material und die Vorbereitung
Schauen wir uns den Spielaufbau an. Es geht zunächst ans Kartensortieren! In der Tischmitte wird eine Leiste aus den fünf Nahrungskarten gebildet, und am Anfang der Leiste wird darüber die „Springender Frosch“-Karte platziert. Die fünf Nahrungskarten zeigen verschiedene Symbole: verschiedenfarbige Krabbel- und Flugtierchen, die üblicherweise in der Nähe von Teichen zu finden sind. Der springende Frosch bewegt sich im Spielverlauf im Kreis um diese Nahrungskarten herum. Damit fungiert er als Anzeiger dafür, wann welche Nahrung den Spielern zur Verfügung steht.
Die insgesamt 120 Teichkarten werden nun gut gemischt und bilden einen verdeckten Nachziehstapel. Drei davon bilden eine offene Auslage, von der aus die Karten gedraftet werden. Über diesen drei Karten werden die drei Bewegungskarten platziert, und zwar in aufsteigender Folge von 0 bis 2. Je nachdem, welche Teichkarte man wählt, bewegt sich der springende Frosch um null, einen oder zwei Schritte auf seiner Leiste weiter.
Zuletzt zieht jeder Spieler drei Teichkarten vom Stapel auf die Hand. Die Wertungskarte wird für alle sichtbar bereitgelegt – und schon geht es los.
Das Spielziel
In Froschreich werden die Siegpunkte am Spielende zusammengezählt. Dabei kann man gänzlich unterschiedliche Strategien verfolgen, sollte aber nichts komplett vernachlässigen, um siegreich zu sein. Um zu verstehen, wofür es genau Siegpunkte gibt, müssen wir uns zunächst die verschiedenen Kartentypen anschauen, die man in den eigenen Teich – das 5x3-Raster – und unter die fünf eigenen Nahrungskarten spielt. Letztlich geht es darum, Karten mit maximalen Synergien zu draften, um Wertungsbedingungen zu erfüllen und die Siegpunkte zu maximieren. Und das ist keineswegs trivial.
Der Spielablauf
Froschreich wird über insgesamt 15 Runden gespielt, in denen die Spieler im Uhrzeigersinn ihre Züge ausführen. In jeder Runde draften die Spieler eine Teichkarte aus der Tischmitte und spielen eine Karte von der Hand aus, sodass am Spielende jeder sein 5x3-Raster komplett gefüllt hat.
Ist ein Spieler am Zug, erfolgt im ersten Schritt das Drafting. Es wird eine Karte aus der Auslage gewählt und auf die Hand genommen. Dann wird geprüft, ob der springende Frosch bewegt wird: Lag die gewählte Karte unter einer Bewegungskarte mit dem Wert 1 oder 2, zieht der Frosch entsprechend viele Schritte im Uhrzeigersinn um die zentralen Nahrungskarten. Konsequenzen hat das in diesem Moment noch nicht. Zuletzt wird die Auslage vom Stapel aufgefüllt.
Die Vorderseite einer Teichkarte zeigt entweder einen Frosch oder einen Lebensraum. Froschkarten zeigen oben links ebenfalls Nahrungssymbole, haben aber keine Soforteffekte. Stattdessen bringen sie am Spielende Siegpunkte, wenn ihre spezifische Bedingung erfüllt ist. Die acht verschiedenen Froscharten stellen unterschiedliche Anforderungen an Anzahl, Position oder Eigenschaften anderer Karten im Raster. Je mehr Karten desselben Typs man sammelt, desto höher fällt die Belohnung aus, unter Voraussetzung, dass die Bedingung erfüllt wurde. Ein Sonderfall ist der Wüstenregenfrosch: Jede dieser Karten bringt einzigartige Wertungen oder Soforteffekte mit sich.
Lebensraumkarten wiederum haben kein Nahrungssymbol, sondern zeigen oben links ein grünes Blatt. Wie Wasserkarten bieten sie einen Soforteffekt und werden oft von Fröschen als Bedingung für deren Wertung verlangt. Zudem bringen möglichst viele verschiedene Lebensräume im Raster am Ende Extrapunkte. Insgesamt gibt es fünf verschiedene.
Haben alle Spieler ihre 15 Karten platziert, endet die Partie mit der Wertung. Mit Wertungsblock und Stift geht man alle Kategorien durch: Für jeden der acht Froschtypen gibt es Punkte basierend auf der Menge der gesammelten Karten – allerdings nur, wenn die jeweilige Bedingung erfüllt ist. So verlangt der Tomatenfrosch etwa vier Wasserkarten im Teich, während der Indische Ochsenfrosch benachbart zu Lebensraum-, Wasser- und Froschkarten liegen möchte. Hinzu kommen die Punkte für verschiedene Lebensräume, die Summe der Werte auf den Wasserkarten und schließlich die Multiplikation der Nahrungssymbole mit den untergeschobenen Karten. Wer hat am Ende den besten Teich erschaffen?
Spielmaterial
Cover & Bilder © Cover: Hutter Trade GmbH + Co KG / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: 2-PL4Y3R5
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Öffnet man die Spieleschachtel, findet man drei separat eingeschweißte Kartenpacks. Froschreich besteht quasi nur aus Karten – was will man also groß am Material bewerten? Was positiv auffällt: Ein Wertungsblock liegt bei, der grafisch einiges hermacht und natürlich die Abrechnung am Spielende massiv erleichtert.
Alle Spieler nehmen sich ihre fünf eigenen
Im zweiten Schritt „
Im dritten Schritt werden die 




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